25.08.08 15:43 Alter: 4 yrs
AFW - Mit ihrem deutschen Fernstudium fand Ethnologin ihren Traumjob
Von: T.Berghegger
Deutsche Nachwuchsführungskräfte, die ins Ausland gehen, um dort ihre berufliche Karriere anzutreten oder fortzusetzen, brauchen ihr berufsbegleitendes deutschsprachiges Fernstudium, das sie vorher in Deutschland begonnen haben, nicht abzubrechen. Auch wenn sie in absehbarer Zeit nicht in die Bundesrepublik zurückkehren, können sie die ihnen vertraglich zugestandene Regelstudienzeit in beruflich begründeten Ausnahmefällen unterbrechen und nach Bedarf später beenden.

Beim Personaleinsatz viel in Südostafrika unterwegs:
die dt. Ethnologin Antje Becker vor ihrem UNICEF-Jeep.
Auch brauchen sie nicht eigens nach Deutschland zurückzukehren, um ihre Studienprüfung bei ihrem Femlehr-Institut abzulegen, sondern können sich an eine deutschen Auslandsvertretung ihres Gastlandes – ein Konsulat, eine diplomatischen Mission oder auch das nächsten Goethe-Institut - wenden, die einen Raum für die Prüfungsklausur zur Verfügung stellt, die Prüfung von einem Mitarbeiter beaufsichtigen lässt und die selbstständige Erledigung der Prüfungsarbeit testiert.
Von solchen Annehmlichkeiten in einer bildungsbewussten Welt konnte jüngst die Münchner Ethnologin Antje Becker profitieren, die bei der AFW Wirtschaftsakademie Bad Harzburg ein zweijähriges Fernstudium zur Personal-Referentin belegt hatte, um sich für ihren Job im Personalwesen einer internationalen Beratungsfirma weiterzubilden. Als sie dann aber kurzfristig den Zuschlag für die Teilnahme an einem Nachwuchs-Entwicklungs- Programm der UNO in New York bekam, musste sie bei ihrer Assimilation in den Vereinigten Staaten andere Prioritäten setzen und ihr Fernstudium einstweilen unterbrechen. Als Antje Becker dann zwei Jahre später bereits in den Headquarters der UNICEF in New York als Junior Professional Officer in der Personalplanung beschäftigt wurde, sah sie sich auf halbem Weg zu ihrem Traumjob: für die Personal-Entwicklung des Kinderhilfswerks in einem afrikanischen Land eingesetzt zu werden.

Zu Personalgesprächen mit der afrikanischen Leiterin
einer UNICEF-Mission bei einer Schulklasse in Nairobi:
die dt. Entwicklungshelferin Antje Becker (Bildmitte).
Nachdem ihr eine solche Tätigkeit in Afrika in Aussicht gestellt worden war, wollte sie das in Deutschland begonnene Fernstudium unbedingt im fernen Amerika fortsetzen, weil es ihr den nötigen Wissenszuwachs in allen Bereichen des Personalwesens versprach. Ihr Stützpunkt sollte Kenia sein, dort aber hätte sie das Internet-basierte Fernstudium wegen der noch unzureichenden Online-Verbindungen in Afrika nicht ungehindert beenden können. Sie entschloss sich deshalb, dies in der ihr verbleibenden kurzen Zeit nunmehr zügig in New York zu erledigen.
Die AFW Bad Harzburg verlängerte ihre Studienzeit und stundete ihr die Zahlung der Studiengebühren, das deutsche Generalkonsulat in New York nahm die Prüfung ab und die Arbeitgeberin UNO akzeptierte das in Deutschland staatlich zugelassene Selbststudium. Heute ist Antje Becker als international ausgebildete und erfahrene Personal-Referentin im UNICEF-Regionalbüro für Ost- und Südafrika in Nairobi für die Kinderhilfe tätig. Sie freut sich auf ihren nächsten Karriereschritt - in ein paar Jahren noch näher bei den Kindern mit noch mehr Verantwortung in einem einzigen afrikanischen Land zu sein.
(Quelle: Pressemitteilung der AFW Wirtschaftsakademie Bad Harzburg GmbH vom 25.08.2008,
verfasst von Eberhard B. Freise)