Fernschule einmal ganz nah

von Kristina Neumann

Anlässlich des Bundesweiten Fernstudientags 2007 am 28. Februar konnten interessierte Besucher und Fernstudenten in spe das Hamburger Institut für Lernsysteme (ILS) und die Europäische Fernhochschule (Euro-FH) einmal von Nahem betrachten und sich über die Möglichkeiten eines Fernstudiums informieren. Das Fernschulportal war für Sie in Hamburg vor Ort

Mit einer freundlichen Begrüßung durch zwei nette Empfangsdamen wurden die eintretenden Besucher auf den Fernstudientag eingestimmt. Das umfassende Info-Material konnte sogleich in der praktischen ILS-Tragetasche verstaut werden, bevor es auf die Erkundungstour durchs Haus ging. Die meisten Besucher fanden sich zuerst in der Kantine des Hauses ein, die zum Vortragsraum umfunktioniert, aber - mit Snacks und Getränken ausgestattet - ihrer eigentlichen Funktion nicht völlig enthoben wurde. Gebannt lauschte das Publikum den Vorträgen von Dr. Martin Kurz, Präsident des Forums DinstancE-Learning, der über die Vorteile des Fernstudiums sprach, und Prof. Dr. Jens-Mogens Holm, Präsident der Euro-FH, der das Fernstudium an der Euro-FH vorstellte. Von besonderem Interesse war dabei die vom ILS in Auftrag gegebene Forsa-Studie, bei der Personalentscheider in mittleren und größeren Unternehmen dazu befragt wurden, wie sie das Fernstudium und Abschlüsse an Fernschulen beurteilen. Stolz berichtete Dr. Kurz, dass immer mehr Personalchefs das Fernstudium kennen und sogar keinen Unterschied zwischen öffentlich-rechtlichen/staatlichen Abschlüssen und institutsinternen Abschlüssen an Fernschulen machen. Außerdem habe die Umfrage ergeben, dass das Fernstudium die Studenten hinsichtlich Eigeninitiative, Engagement und Durchhaltevermögen auszeichnet – Basisqualifikationen, die jeder Arbeitgeber zu schätzen weiß.

Nachdem die Besucher rundum informiert aus den Vorträgen kamen, wurden sie von Geschäftsführer Ingo Karsten auf einem Rundgang durchs Haus begleitet. Jung und Alt, Groß und Klein, folgte den unterhaltsamen Ausführungen, mit denen Karsten die Besichtigung der Räumlichkeiten ergänzte. So erzählte er von der Entwicklung der Studienhandbücher, die in enger Zusammenarbeit mit Unternehmensexperten erstellt werden, wodurch die große Praxisnähe gewährleistet wird. Allerdings ergebe sich daraus auch so manches Problem, denn so versiert die Experten auf ihrem Gebiet seien, „von Didaktik haben sie leider keine Ahnung“, so Karsten. In mühevoller Arbeit müssen die ILS-Mitarbeiter deshalb die Handbücher immer wieder überarbeiten, bevor sie an die Studenten ausgegeben werden können. Dabei muss vor allem berücksichtigt werden, dass die Studenten sich beim Lernen selbst kontrollieren müssen. Weil dabei aber die Versuchung sich selbst zu beschummeln groß ist, gibt es bei jedem Fernlehrgang Einsendeaufgaben, die in regelmäßigen Abständen eingesandt werden müssen. Zum Teil geschieht dies schon per E-Mail, viele schicken ihre Aufgaben aber auch per Post. In einem großen Regal werden diese Aufgaben einsortiert und an die zuständigen Lehrkräfte weitergeleitet. „Hin und wieder geht auch mal eine Aufgabe verloren“, gab Ingo Karsten grinsend zu, aber dafür sei meist die Post verantwortlich. „Unsere Studienbetreuer bemühen sich in solchen Fällen aber nach allen Kräften, die Dokumente wieder zu finden“, versicherte er.

Von der persönlichen Studienbetreuung konnten sich die Besucher ebenfalls vor Ort überzeugen. Diese ist nicht, wie viele annehmen, in einem Call Center ausgelagert, sondern wird von den pädagogischen Fachkräften vor Ort geleistet. So braucht kein Fernstudent fürchten, mit seinen Sorgen und Problemen allein gelassen zu werden. Mit Studienbeginn erhält jeder Student einen Tutor, der für die persönlichen Belange zuständig und stets erreichbar ist.

Besonders beeindruckt zeigten sich die Besucher bei der Besichtigung der On-Demand-Druckerei, die für jeden neuen Studenten direkt das erforderliche Studienhandbuch druckt, so dass es am nächsten Tag versendet werden kann. Immerhin über 200 Lehrgänge mit eigenem Kursbuch und rund 60.000 Studenten – Anzahl täglich steigend – sorgen hier rund um die Uhr für Betrieb.

Nach dem Rundgang konnten sich die Besucher, die nun auf den Geschmack gekommen waren, noch individuell beraten lassen und erhielten Auskunft über ihre persönlichen Studienmöglichkeiten. So verließen gegen Ende des Abends rund 70 zufriedene Besucher das Haus – darunter sicherlich einige neue Fernstudenten.

 

 

 

 
 
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